Vortrag über Fürstin: Gerlinde Gräfin von Westphalen referiert
Fürstin Anna Luise in den 1940er-Jahren mit einem ihrer Schönburger Neffen. Foto: r

Vortrag über Fürstin: Gerlinde Gräfin von Westphalen referiert

Großbodungen. Der Fürstin Anna Luise von Schwarzburg will sich Gerlinde Gräfin von Westphalen am Sonntag, 13. November, in der Galerie in der Burg widmen. „Die letzte Fürstin“ lautet der Titel des Vortrags, der um 16 Uhr beginnt.

 

„Auf ein Leben in Zeiten außerordentlicher historischer Umbrüche konnte die letzte Fürstin von Schwarzburg-Rudolstadt-Sondershausen, Anna Luise (1871 – 1951) zurückblicken“, erklärt von Westphalen. Das wilhelminische Kaiserreich, die Abdankung ihres Gemahls – des letzten auf deutschem Boden regierenden Fürsten Günther Viktor – , die Weimarer Republik, das Dritte Reich, zwei Weltkriege und der Beginn der DDR prägten die Biographie der Frau. „Anna Luise war im Jahr 1951 die einzige Fürstin, die nach der Bodenreform nicht in den Westen ging, sondern sich unter für sie schwierigen Lebensumständen in der sich gründenden DDR einrichtete“. Ihr Nachlass lag seit ihrem Tod weitgehend unberührt im Thüringer Staatsarchiv: eine nahezu lückenlose Tagebuchfolge, Briefe, Dokumente, mehr als 30 Fotoalben und eine Sammlung von mehr als 1500 Negativen. “ Anna Luise war eine passionierte Fotografin“, so die Referentin. Sie habe ihr Alltagsleben in zahlreichen Aufnahmen mit Blick für Details und künstlerischen Eindruck festgehalten.

 

Auf diesen Nachlass stützt sich der Vortrag von Westphalens. Insbesondere beleuchtet sie die Persönlichkeit, die Phase der Abdankung, die Enteignung der Schwarzburg,  die Sonderhäuser Zeit, ihre Verbindung  zum Widerstandskämpfer Nikolaus von Halem im Dritten Reich und die Rolle der Fürstin bei der Gründung der Lutherakademie in Sondershausen. ne

Authored by: Nadine Eckermann

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