AGF zeigt Bilder von Lebensmodellen aus 50 Jahren
Foto: Richter

AGF zeigt Bilder von Lebensmodellen aus 50 Jahren

Gerblingerode. „Familienbilder im Wandel“ sind seit dem Wochenende im Foyer des Ferienparadieses zu sehen. Dinah Stollwerck-Bauer, Vorsitzende des Diözesan-Familienverbandes, eröffnete die Ausstellung in der Kolping-Einrichtung auf dem Pferdeberg.

Diözesansekretär Josef Teltemann, der die Gäste der Vernissage empfing, erklärte, er sehe in der Ausstellung einen Beitrag darin, das Kolping-Ferienparadies selbst zu verstehen: „Familien etwas Gutes zu tun“, sei schließlich auch der Ansatz beim Bau der Anlage gewesen, die jetzt erweitert werden soll. Gruppenfreizeiten und Individualreisen führen Familien auf den Pferdeberg.

Verändertes Familienbild

Die Bedeutung solcher Angebote sei größer als früher, glaubt Teltemann. Das wiederum habe mit dem veränderten Familienbild zu tun. Die Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Niedersachsen, die Lebenswirklichkeiten von 1950 bis heute zeigt, gibt Einblicke in private Familienalben.


Vom dominierenden Lebensmodell der 1950er- bis 1960er-Jahre, der bürgerlichen Familie, bis hin zu „multiplen Normalitäten“ zeigt die Ausstellung: Alleinerziehende Väter sind darunter ebenso subsumiert wie eine multiethnische Adoptiv- oder eine Patchworkfamilie.

„Familie ist da, wo Menschen generationenübergreifend verlässlich, dauerhaft und verantwortlich die je unterschiedlichen Herausforderungen und Belastungen miteinander und füreinander gestalten“ – So definiert die AGF in der Ausstellung, ähnlich nahm es Stollwerck-Bauer in ihrer Eröffnungsrede auf. Sie selbst übrigens hatte das Familienmotto sehr wörtlich genommen und die sechseinhalb- und die achtwöchige Tochter im Gepäck. Ebenfalls in Begleitung des Nachwuchses: Schirmherr Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) mit Enkelin Clara.

Engagement der Ehrenamtlichengruppe

Er lobte das Engagement der Ehrenamtlichengruppe, die ein Dankeschön-Wochenende in der Freizeitanlage verbrachte. Die rund 50 Freiwilligen hatten im vergangenen Jahr Fassadenarbeiten geleistet, Innenräume neu gestaltet und den Garten gepflegt. Die „Tank- und Raststätte im besten Sinn“, wie Nolte die Anlage in ihrer Funktion als Ort der Ruhe und der Erholung nannte, werde durch Menschen wie sie bereichert.
Klaus Bechthold, Vorsitzender des Familienferienwerkes, verwies darauf, dass die Kolpinger selbst es seien, die die Zukunft der Ferienstätte – und damit die Angebote für Familien bestimmten. So werde es demnächst wieder ein Treffen geben, um den Kurs des Hauses zu besprechen. ne

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Ferienparadieses besichtig

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