Vinzenz-Verbund Hildesheim startet Palliativdienst für Eichsfeldkreis

Zu den Leistungen des Palliativdienstes gehört die Notfall-Rufbereitschaft rund um die Uhr.

Eichsfeld. Der Vinzenz-Verbund Hildesheim hat einen ambulanten Dienst für todkranke Menschen in Thüringen auf den Weg gebracht. Die Duderstädter St. Martini gGmbH startet mit dem St.-Martini-Palliativdienst Eichsfeld eine ambulante Palliativversorgung im Landkreis Eichsfeld.

Das spezialisierte Versorgungsangebot richtet sich an Menschen mit schwerer Erkrankung, die in gewohnter Umgebung zuhause oder im Pflegeheim begleitet, beraten und unterstützt werden wollen. Pflegerische Leiterin des neuen Dienstes mit Sitz in Worbis ist Ilona Wagner, ärztlicher Leiter Dr. Patrick Jung, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Duderstädter St.-Martini-Krankenhaus. Interessierte können sich am Mittwoch, 8. März, in den Räumen des Pallliativdienstes am Friedensplatz 3 in Worbis zwischen 16 und 19 Uhr informieren.

Das Angebot sei aus kassenrechtlichen Gründen vorerst auf den Eichsfeldkreis beschränkt, sagt Vinzenz-Verbund-Sprecher Florian Grewe. Um die ambulante Palliativversorgung in Anspruch zu nehmen, ist eine Verordnung durch den Haus- oder Facharzt erforderlich. Eine Selbstbeteiligung sei nicht nötig, sagt Grewe. Die Kosten würden nach Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen übernommen.

Beraten und begleitet werden die Patienten von vier Pflegefachkräften und zwei Palliativmedizinern, die mit Kooperationsärzten, Pflegediensten, Haus- und Fachärzten, Angehörigen, Heil- und Hilfsmittelversorgern zusammenarbeiten. Als weiteren Kooperationspartner nennt Ilona Wagner das Hospiz der Malteser in Mühlhausen, das die seelsorgerische Betreuung übernimmt. „Die Bedürfnisse des Patienten stehen für uns im Mittelpunkt“, sagt Jung.

Zu den Leistungen des Palliativdienstes gehören eine Notfall-Rufbereitschaft rund um die Uhr, Schulung von Bezugspersonen, interdisziplinäre Fallbesprechungen, Vermittlung von anderen ambulanten Diensten oder die Überleitung in stationäre Einrichtungen.

Authored by: Nadine Eckermann

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