Country Weekend in Bilshausen
Die Slow Horses gelten als eine der erfolgreichsten und populärsten deutschen Countrybands. Foto: r

Country Weekend in Bilshausen

Von Kuno Mahnkopf

Bilshausen. Seit 18 Jahren organisiert der Country- und Westernclub Bilshausen  eine Country Night, die vor fünf Jahren zum Country Weekend erweitert wurde. Bei dessen fünfter Auflage vom 16. bis 18. Juni spielen auf dem Bilshäuser Schützenplatz gleich drei Bands – nicht nur Country.
Nach jeweils rund 500 Gästen in den Vorjahren erwartet  Vorsitzender Uwe „Atze“ Engelhardt in diesem Jahr noch mehr Besucher – falls das Wetter mitspielt. Die Werbung wird ausgeweitet, mit den Slow Horses ist eine der gefragtesten deutschen Country-Bands dabei, die Band Blue Steel, die als Hauptact im Vorjahr wegen Verletzung eines Bandmitglieds ausgefallen ist, holt ihren Auftritt nach – und die Bilshäuser Combo Wüstenrock feiert nach fast 30 Jahren Pause ein Comeback.

Die Bühne soll bereits ab 6. Juni aufgebaut werden werden, eine geräumige Tanzfläche auch Linedance ermöglichen. Um ein Lagerfeuer sollen Stände mit Westernartikeln aufgeschlagen werden, für hungrige Fans gibt es Steaks und Westernpfannen. Der Eintritt kostet freitags und sonnabends jeweils acht Euro, für das ganze Wochenende mit Campingmöglichkeit 13 Euro. Der Überschuss der Veranstaltung soll wie schon in den Vorjahren an das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg gespendet werden.

Bilshäuser Band-Comeback

Jeweils ab 19 Uhr spielt am  Freitag, 16. Juni, Blue Steel, anschließend Wüstenrock, am Sonnabend, 17. Juni, die Slow Horses. Bislang sechs Tonträger veröffentlicht, diverse Auftritte bei Festivals im Ausland und im Fernsehen hinter sich  haben die Slow Horses. Die Band um Sängerin Gaby Schmidt setzt bei einer wachsenden Zahl von Eigenkompositionen auf eine Mischung aus Americana, traditionellem Country und New-Country-Songs. Mit ihrer „rockin‘ countrymusic“ eine Fangemeinde erspielt haben sich Blue Steel aus dem Raum Wolfsburg nicht nur durch ihre Auftritte in der Westernstadt Pullman City. Nur einem örtlichen Kreis bekannt sind hingegen Wüstenrock, die weder etwas mit Country am Stetson haben noch – wie es der Namen vermuten lassen könnte – Desert-  oder Stonerrock spielen. Die fünf Bilshäuser, die 1989 als  Teenager debütierten, haben das Country Weekend zum Anlass für eine Reunion genommen und knüpfen an ihre Wurzeln an: Deutschrock von Lindenberg über Westernhagen bis Grönemeyer. Das Camel-Kamel mit Pyramide an der Wand ihres alten Übungsraumes sei übrigens auch nach Jahrzehnten noch nicht verblasst, berichtet Schlagzeuger Thorsten Dlugos.

Quartiersuche geht weiter

Immer noch auf der Suche nach einem neuen Quartier sind die rund 65 Mitglieder des 1998 gegründeten Country- und Westernclubs. Vor  drei Jahren mussten sie ihr südlich von Bilshausen gelegenes rund 5000 Quadratmeter großes „Eldorado“-Gelände räumen und die zum Vereinshaus erweiterte ehemalige Fischerhütte abreißen. Das hatte der Landkreis verfügt, weil für die inzwischen im Landschaftsschutzgebiet liegende jahrzehntealte Hütte keine Baugenehmigung vorlag. Alle Versuche, nachträglich eine Baugenehmigung zu bekommen, scheiterten. Die Gemeinde unterstützte die Suche nach einer Alternative – ohne Erfolg. Nach wie vor wird deshalb die Scheune von Gründungsmitglied Hans-Werner Althaus als provisorischer Treffpunkt genutzt. ku

Authored by: Redaktion

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