Große Schritte aufs Reformationsjubiläum

Große Schritte aufs Reformationsjubiläum

„Zwölf Schritte zum Reformationsjubiläum“ geht der evangelische Kirchenkreis Südharz bis zum Oktober. Im nächsten „Schritt“ berichtet am Sonnabend, 20. Mai, Manfred Conrath in der St.-Gertrudiskirche in Gerterode über neue Erkenntnisse und Entdeckungen. „Sein Vortrag zur Ortsgeschichte Gerterodes anhand aräologischer Funde wird manches Staunen hervorrufen“, sagt Regina Englert.

Spannend wie ein Krimi

Die Kirchengeschichte sei spannend wie ein Krimi, so die Vize-Präses der Kreissynode. Im Anschluss gebe es bei Leckereien und Getränken aureichend Gelegenheit, die Neuigkeiten zu besprechen. In Gerterode geht der Südharzer Kirchenkreis damit einen weiteren Weg auf das große Jubiläum im Oktober zu, das den Beginn der Reformation vor 500 Jahren feiern soll.

Im evangelisch-katholischen Spannungsfeld

Die evangelische Gemeinde in Gerterode habe eine wechselvolle Geschichte über die vergangenen Jahrhunderte erlebt. Beim Zug Thomas Müntzers über das Eichsfeld im Jahre 1525 wurde auch das Schloss Gerterode niedergebrannt. Durch die Gegenreformation Ende des 16. Jahrhunderts, die maßgeblich von den Jesuiten aus Heiligenstadt vorangetrieben wurde, sei es im Grenzgebiet zwischen den evangelischen Schwarzburgern und des katholischen Kurmainz wiederholt zu Spannungen gekommen, berichtet Englert. Zunächst wurde den Protestanten gestattet, im benachbarten Rehungen die Gottesdienste zu besuchen und sich von dort pfarramtlich versorgen zu lassen. 1745 wurde Gerterode schließlich von Kurmainz das Recht auf freie Religionsausübung zugestanden. Doch erst 1784 entstand, als Filaldorf von Rehungen, eine eigene Kirchengemeinde. Und erst 17 Jahre später, 1801, begann der Bau der evangelischen St.-Gertrudis-Kirche mit Küsterwohnung und Schulzimmer. Im Jahr darauf kam Gerterode durch die Säkularisation zu Preußen.

Nächster Schritt: ökumensche Feier

An Christi Himmelfahrt, 25. Mai, begeht ab 14 Uhr der Kirchenkreis den nächsten Schritt in der Bernteroder Kreuz-Kirche mit einem ökumenischen Kirchweihfest unter dem Motto: „Der Himmel ist ökumenisch.“ gm

Authored by: Redaktion

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