Laufzettel fürs Landwirtschaftsmuseum

Laufzettel fürs Landwirtschaftsmuseum

Während der Ferienbetreuung der Samtgemeinde Radolfshausen haben 20 Kinder das Landwirtschaftsmuseum in Waake besucht. Im Vorfeld hatten fünf von ihnen einen Laufzettel erarbeitet, den sie Willi Hartmann, der das Museum betreut, überreichten.

„Im Museum gibt es viel zu sehen und viele Fragen dazu“, erklärten die fünf Zettelersteller. Lea, Mia, Jonas, Hanna und Jana besuchen die Grundschulen in Ebergötzen und Nesselröden und hatten sich im Vorfeld gemeldet, etwas für den Museumsbesuch vorzubereiten. „Wir wollen die Kinder in die Veranstaltungen miteinbeziehen“, berichtete Jugendreferent Rainer Uthmann. Denn für die Kinder sei das Ferienprogramm ein noch spannenderes Erlebnis, wenn sie selbst auch aktiv sein dürfen.

Deshalb haben die fünf bereits im Vorfeld einen Rundgang mit Willi Hartmann durch das Museum gemacht, um die verschiedenen Bereiche des Museums kennenzulernen. „Wir haben uns auch gemeldet, da wir uns für Landwirtschaft interessieren“, sagten sie. Während des Rundgangs und danach überlegten sie, welche Fragen sie am besten auf dem Laufzettel stellen könnten. Mit dem vorbereiteten Zettel machten die Kinder außer einer Rallye auch eine Schnitzeljagd. Bei den Fragen ist eine Mischung aus Wissensfragen und einfachen Fragen wie das Zählen der vorhandenen Traktoren und Milchkannen entstanden. Insgesamt haben die Grundschüler sich 21 Fragen ausgedacht.
Hartmann hat das Landwirtschaftsmuseum in mehrere Bereiche eingeteilt, so gibt es eine Ecke in der alles rund ums Schmieden ausgestellt ist, eine Küchenecke mit alten Küchenuntensilien. Außerdem erläuterte Hartmann den Mädchen und Jungen, wie die Menschen früher Wäsche gewaschen haben. „Dies war früher eine anstrengende Arbeit. Heute wird die Schmutzwäsche ja einfach in die Maschine gesteckt“, sagte Hartmann. Auch zur Waschabteilung wurde eine Frage formuliert. Diese lautet: „Wie viele Waschbretter befinden sich im Waschmaschinenbereich?“. Besonders interessant fanden die Kinder aber auch die Tatsache, dass die Toiletten von früher nicht mit den heutigen vergleichbar sind. „Früher gab es auch kein Toilettenpapier, deshalb wurde damals Zeitungspapier zum Abputzen verwendet“, berichtete Hartmann. Dies habe den Vorteil gehabt, dass die Toilettengänger auch gleich etwas zum Lesen da hatten. Natürlich gibt es im Museum auch zahlreiche alte landwirtschaftliche Geräte, die der Ortsheimatpfleger vorstellte. Spannend waren auch die zahlreichen Kutschen, die Hartmann im Museum hat. Mit einer Kutsche durften die Mädchen und Jungen auch eine Rundfahrt über den Gutshof machen. „Das Programm hier im Landwirtschaftsmuseum ist klasse. Nicht nur die Führung, sondern auch das Willi Hartmann sich die Zeit nimmt mit den Kindern zu schmieden“, so Uthmann.
Zur Ferienbetreuung in der Samtgemeinde gehörten auch die Walderlebnistage zu Beginn der Ferien in Ebergötzen sowie die drei Mottotage, die an den letzten drei Ferientagen im Dorfgemeinschaftshaus Landolfshausen veranstaltet werden sollen.

Von Vera Wölk

Authored by: Redaktion

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